Moin, Moin!  02.12.2016

Was ist denn im Trend? Ein Buchhändler, der fünf kleine Filialen hat, muss es doch wissen. Der aber zieht die Augenbrauen hoch. Jede Buchhandlung ist anders, sagt er. Es passiert, dass von einem Titel in dem einen Laden hundert Bücher verkauft werden und in den anderen nur zwei oder drei. Oder in einem Laden gehen die Krimis über den Tisch wie beim Bäcker die Brötchen. Im anderen Laden setzt man auf tiefschürfende Lovestorys. Tja, so verschieden sind die Leser! – Mich hat das nachdenklich gestimmt. Das kollidiert doch irgendwie mit dem repräsentativen Querschnitt oder so. Ob es vielleicht an der ansteckenden Begeisterung des freudlich beratenden Verkaufspersonals liegt? Eine Buchhändlerin erzählte mir mal, Kochbücher braucht sie nicht, Töpfe auch nicht, und – hihihi – !ch kann nur Spiegeleier! – Ihr Chef wusste: Kochbücher gehen in dieser Gegend nicht, hier geht man lieber essen ...

  Günther Döscher

Afrika verstehen!

Cover Rote Erde Weisses Gras [Cover-Rote-Erde.jpg,113 KB]Faszinierend, lebenshungrig, brutal und unvergleichlich. Afrika! Als Nomaden-Mädchen geboren, lernt Luisa Natiwi bei Missionaren lesen und schreiben. Später wird sie die erste Lehrerin der Karamojong im kargen Nordosten Ugandas. Diktator Idi Amin will aus jedem Stamm eine Frau – sie ist auserwählt. Sie will nicht – erlebt stattdessen Deutschland, kehrt zurück nach Uganda – um abermals zu fliehen, weil die Karamojong nicht in den Stamm ihres Mannes passt. – Heute lebt Luisa Natiwi in Hamburg und weiß, dass sie irgendwann abermals zurückkehren wird in den Kreis ihres großen Klans. Ihr Leben ist eine Zeitreise, ein Leben in zwei Welten. Es hilft, Afrika zu verstehen. – Mit ihrer Hilfsvereinigung »Zebracrossing e.V.« müht sie sich, nachhaltige Entwicklungen in ihrer Heimatregion Karamoja zu schaffen.

Einer geht noch

TineWittler

Die fröhlichen Zecher lärmen inzwischen nicht mehr im Biergarten – die Bar-Saison hat begonnen. Tine Wittler – selbst in ihrer Bar »Parallelwelt« gern hinterm Tresen – hat die Typen auf den Hockern studiert und liebevoll mit Gedichten umrankt. Cocktail-Rezepte regen die Kreativität an. Marlies Schaper hat es schwungvoll illustriert. Wem der Weihnachts-Schnaps zu üblich ist, hat mit diesem Büchlein eine lustig-literarische Zugabe.

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Weihnachtsmann
mit Hexenschuss

Lisa Wohl jedes Jahr schreibt Peter Jäger ein kleines Engel-Märchen. Diesmal ist es ein richtiges Buch und lustig illustriert von Christel Kruse. Es geht um Bienen, die von Umweltgiften bedroht sind, um die Not der Flüchtlinge und überhaupt um Natur und nette Leute. Engel sind wichtig, damit alles gut geht. Und dass der Weihnachtsmann von seinem Hexenschuss befreit wird – in der Sauna. Das besingt Quickborns Musikschul-Direktor Lorenz Jensen auf YouTube – dreht die Boxen auf >> https://youtu.be/LPTSMFpr7lw – Das Buch "Kleine Engel – große Herzen" ist beliebt. Hier eine neue >Pressemeldung<. Guckt mal auf die Bücherseite da gibts auch eine Leseprobe >>

Frommer Wunsch

Cover Friedensnacht [9783944459318-Cover-RGB.jpg,84 KB]Das gibt's wirklich nur einmal: An der Westfront singen im Ersten Weltkrieg verfeindete Soldaten gemeinsam Weihnachtslieder, lassen für drei Tage die Waffen schweigen. Die 16-jährige Helene erlebt die Kriegstage in Blankenese. Im Haus an der Elbe ändert sich das gewohnte Leben. Währen Vater und Bruder »im Feld« sind, will sich die Stiefmutter ihre Sehnsucht nach Liebe erfüllen. Helene will Ehre und Moral nicht im Krieg untergehen lassen – ihr Vater wird sich nicht über eine untreue Ehefrau grämen müssen. – Es ist kein Kriegs- sondern ein von der Autorin feinfühlig illustriertes Friedensbuch. Dezent erotisch und frech. Und trotz der Weihnachtslieder ganzjährig lesbar – denn Frieden ist immer "wie Weihnachten". 

24 + 1 Geschichte

»Weihnachten hart und zart« begleitet uns durch die Advents- und Weihnachtszeit. Acht Autoren der Schreibgruppe »Blut & Feder« widmen sich darin eher der dunklen Seite der Lichterzeit. Nun ja, im Grunde besteht die Weihnachtszeit aus Tagen, wie sie in allen anderen Zeiten auch sind. Voll mit Dingen, die wir lieber nicht aushalten möchten. Doch unser schönstes Fest macht die Fans von Krimi, Horror und Co. nicht zu Abstinenzlern. Für sie ist dieses Buch geschrieben, in dem selbst das Zarte eine gewisse Schräglage hat. So, nun ist genug gewarnt. Weihnachts-Horror tut gut, wenn man sich klar macht, dass es wirklich nicht die realen Nachrichten sind. Friedliche Weihnachten allerseits – und dass der zarte Teil dieser Weihnachten bei Ihnen zu Hause die Oberhand behält.

Plätzchen backen

Tausche Schwester [TauscheSchwesterECover.jpg,111 KB]

»Tausche Schwester gegen Gummibärchen« beschreibt Sternstunden einer glücklichen Familie, in denen man die Wahl hat: sich aufregen oder darüber lachen. Autorin Gisela Walitzek, die hier eigene Mutter-Erfahrungen schildert, ist sich mit den Lesern einig: Familie mit Kindern macht froh – manchmal schadenfroh. Das Buch gab es schon, als eine Familie selbstverständlich Geschwister hatte. Und deshalb passt es in die Weihnachtszeit ...

Plötzlich nur Nichts!

Plötzlich ist alles weg. Eben radelte Liesel Hünichen noch durch den sonnengefluteten Frühlingswald – dann der Blick vom Hügel. Und wo sonst der Kirchturm aus der Stadt herausragte – nichts als wabernder Rauch. Ihr Elternhaus – ein Haufen schwarzer Trümmer, aus dem noch kleine Flammen züngeln. Die Eltern – sie findet sie später auf einem Bauernhof, wo ihnen ein Schlafplatz auf dem Hühnerwiemen angeboten wurde. Die »Stunde Null« schlug sieben Wochen vor Kriegsende – und sie dauerte ungezählte Stunden. Das herbeigesehnte Kriegsende war ein Vakuum ohne Hoffnung, ein Leben in Ohnmacht, in dem man tat, was nötig war, fast ohne es zu bemerken ... Erst im dritten Jahr kehrte das Leben langsam zurück. Ein Buch der Erinnerung, das in die Gegenwart passt. Möge man daraus lernen.

Wir schafften das!

CoverJa, der optimistische Merkel-Satz hat eine Vergangenheits-Realität! 12 Millionen Flüchtlinge musste Deutschland trotz zerbombter Städte und eigener Not 1945 aufnehmen. Sie kamen aus Schlesien, aus Ostpreussen oder aus dem Sudetenland und fanden Unterkunft in Waschküchen, Ställen und Scheunen. Familien ohne Väter. Junge Mütter ohne Hilfe. Liesel Hünichen (97) war von 1948 bis 1951 Sozialarbeiterin in Hildesheim. Die Notizen in ihrer »Schwarzen Kladde« sind die Grundlage ihrer Erinnerungen, die sie bereits in den 70er Jahren aufzeichnete. Es ist ein persönliches Geschichtsbuch über die spätere Nachkriegszeit, als die Deutschen »ins Leben zurückkehrten«. – Das Buch ist die Fortsetzung von »Meine Stunde Null«.

Autoren-News

PETER JÄGER
ist mit seinem neuen Buch »Kleine Engel - große Herzen« am 03.12., ab 12.00 Uhr im Gemeindehaus auf dem Quickborner Eulenring-Weihnachtsmarkt an der Marienkirche. Na klar gibt's das auf Wunsch mit Widmung ...

 

LUISA NATIWI
ist am 8.12. ab 18.30 Uhr beim Verein "Vision for Children" – sie hat was über ihre Hilfsorganisation "Zebracrossing" zu berichten und man möchte sich miteinander helfend vernetzen. Luisa Natiwi engagiert sich für berufliche Bildung Jugendlicher in Uganda.

 

Erinnerungen ...

Cover Dennoch haben wir gelacht [9783944459295 (2).jpg,908 KB]

... können sich auf wundersame Weise vermehren! »Dennoch haben wir gelacht...« 20 Zeitzeugen haben notiert, was sie in Dörfern und Städten, im Norden und Süden Deutschlands, im Ruhrpott, in Russland und Argentinien erlebten. Ihr »Damals« umfasst den Zeitraum 1933–1955. Lange schwiegen sie, weil es niemand wissen wollte. Die Zeit ist reif. Ein Buch, das Erinnerungen präsentiert – und die eigenen weckt.

Ein Fels im Meer

Cover: Goethe, Glück und Helgoland [9783944459479-Helgo-RGB-60.jpg,104 KB]

Helgoland von einem »Insulaner«! Reimer Boy Eilers' Eltern kehrten zurück auf das zerbombte Helgoland, verlebte dort seine Kindheit. Forscherdrang in den Katakomben. Mit dem Onkel zum Hai-Angeln. Vom Vater etwas über die Geschichte erfahren. Helgoland einmal nicht aus touristischer Sicht. Hier kam Hoffmann von Fallersleben das »Lied der Deutschen« in den Sinn, unsere Nationalhymne, die auf dem Hamburger Jungfernstieg aus der Taufe gesungen wurde. Dorthin hat der Autor sein »Inselgefühl« mitgenommen, nachempfunden und philosophisch mit Goethe und dem Glück verknüpft.

Eine Sommerliebe!

WittenseeWittensee in Schleswig-Holstein ist der Rückzugsort für eine Studentin, der die Welt zu laut, zu bestimmend, zu schnell geworden ist. In einem Brief will sie ihrem Freund erklären, weshalb sie nicht mithalten kann, weshalb sie nicht immer so sein kann, wie andere sie haben wollen. In der Stille der Natur lässt Xenia ihr bisheriges Leben an sich vorüberziehen – geprägt vom Stress, so zu "funktionieren", wie die Eltern, die Kita, die Schule und schließlich auch der Freund es wollen. – Susanne Bienwald erzählt den inneren Kampf der jungen Frau einfühlsam in wechselnden Perspektiven. Lesend findet man Parallelen und erinnert sich selbst an "komische Situationen". Und wie Xenia, so besinnt man sich auf das bedrohte Recht auf Selbstbestimmung...

Schön - schlank - tot

Mandy

Das droht den hübschen Catwalk-Mädchen, von denen Schleswig-Holsteins standfeste Frauensleute entsetzt sagen: »Mein, Gott, sind die dünn!« Diese Models leben gefährlich. Frauke Mohr, die sich sommertags auf einem Campingplatz bei Grömitz mit Fällen der imaginären »Kripo Neustadt« befasst, schickt den jungen Ermittler Tim Bronkau auf die Spur eines seltsamen Model-Todesfalls auf Mallorca – der dann doch in Norddeutschland seine Wurzeln hat und zum Ostsee-Krimi wird. – Tja, mehr weiß ich auch nicht, da müsst ihr schon selber lesen.

Das war der 1. Fall

Der Tote im Yachthafen [9783944459264.jpg,104 KB]Sommer an der Ostsee. Für Autorin Frauke Mohr ist das Grömitz-Zeit. Dort auf dem Campingplatz entstand »Der Tote im Yachthafen«, während ihre Jungs Sandburgen bauten. Um einen Prachtbau im Naturschutzbereich geht es im Krimi. Irgendwie hat das Geld das Sagen – und schließlich noch eine Prise Gift. Bei jungen Lesern punktet Tim Bronkaus erster Fall der imaginären Neustädter Krimi im E-Book-Download – aber fragt ruhig mal im Buchhandel.

Dorfchronistin mit Platt-Engagement

Garstedter Geschichten»Das muss raus«, sagt Inge Hellwege. All die Geschichten nämlich, die die Garstedter Autorin aus ihrem über 80-jährigen Leben noch im Kopf hat – und in einigen Ordnern, denn Schreiben gehört nun schon eine lange Zeit zu ihrem Leben. Eine Besonderheit zeichnet auch ihre zweiten Geschichten-Sammlung aus: Linke Seite Hochdeutsch – rechte Seite »op Platt«, eben so, wie man damals im Dorf Garstedt schnackte. »Is doch scheun, wenn wi dat een beten opfrischen deiht«, meint sie. Platt ist ja wieder salonfähig und an einigen norddeutschen Schulen sogar im Lehrplan. Das Hamburger Abendblatt stellt die Autorin und ihre Bücher vor. > Zum Artikel