Ahoi!  09.01.2017

»Und der Koch in der Kombüse ...« Bloß nicht alle Tage Erbsensuppe! Ulli Krause macht Abhilfe möglich. Der erfahrene Schiffskoch plaudert aus der Pantry. Rezepte für Freizeit-Törns mit Motorjacht und Segelboot – und zwischendurch Geschichten mit Wasser unterm Kiel. Heute hat er sich für zwei Monate nach Spanien abgesetzt. »Mail man rüber, wenn du was fertig hast«, hat er gesagt. Und das mache ich nun: Alles hübsch mit Bildern auf die Seiten bringen. Damit zur Saison das Essen an Bord schmeckt. Vielleicht freuen sich sogar die Fische gegegentlich darüber ;-) 

  Günther Döscher

Afrika verstehen!

Cover Rote Erde Weisses Gras [Cover-Rote-Erde.jpg,113 KB]Faszinierend, lebenshungrig, brutal und unvergleichlich. Afrika! Als Nomaden-Mädchen geboren, lernt Luisa Natiwi bei Missionaren lesen und schreiben. Später wird sie die erste Lehrerin der Karamojong im kargen Nordosten Ugandas. Diktator Idi Amin will aus jedem Stamm eine Frau – sie ist auserwählt. Sie will nicht – erlebt stattdessen Deutschland, kehrt zurück nach Uganda – um abermals zu fliehen, weil die Karamojong nicht in den Stamm ihres Mannes passt. – Heute lebt Luisa Natiwi in Hamburg und weiß, dass sie irgendwann abermals zurückkehren wird in den Kreis ihres großen Klans. Ihr Leben ist eine Zeitreise, ein Leben in zwei Welten. Es hilft, Afrika zu verstehen. – Mit ihrer Hilfsvereinigung »Zebracrossing e.V.« müht sie sich, nachhaltige Entwicklungen in ihrer Heimatregion Karamoja zu schaffen.

Lisa liebt Honig

Lisa Wohl jedes Jahr schreibt Peter Jäger ein kleines Engel-Märchen. Diesmal geht es überwiegend um Bienen, die von Umweltgiften bedroht sind, aber auch um die Not der Flüchtlinge und überhaupt um Natur und nette Leute. Engel sind wichtig, damit alles gut geht. Lisa hat übrigens kräftig mitgeholfen. Schon deshalb, weil sie Honig mag. Und dass der Weihnachtsmann rechtzeitig vorm Fest von seinem Hexenschuss befreit wird – habt Ihr es bemerkt? – Das Buch "Kleine Engel – große Herzen" ist beliebt.

Einer geht noch

TineWittler

Die fröhlichen Zecher lärmen inzwischen nicht mehr im Biergarten – die Bar-Saison hat begonnen. Tine Wittler – selbst in ihrer Bar »Parallelwelt« gern hinterm Tresen – hat die Typen auf den Hockern studiert und liebevoll mit Gedichten umrankt. Cocktail-Rezepte regen die Kreativität an. Marlies Schaper hat es schwungvoll illustriert. Wem der Weihnachts-Schnaps zu üblich ist, hat mit diesem Büchlein eine lustig-literarische Zugabe.

Historischer Dorf-Klatsch

Nachbarschafts-GeschichtenIm Plattdeutschen schwingt die Zeit mit, in der manches weniger kompliziert war – oder auch gerade nicht. Die Gegenüberstellung von Hoch- und Plattdeutsch hilft dabei, wenn »platte« Sprache nicht gleich verstanden wird. Insofern auch ein Lehrbuch, das unsere »Ursprache« am Leben erhält. Es ist das dritte Buch dieser Art, in dem die Garstedter Autorin Inge Hellwege aus ihrem über 85-jährigen Leben erzählt. »Is doch scheun, wenn wi dat een beten opfrischen deiht«, meint sie. Platt ist ja wieder salonfähig und an einigen norddeutschen Schulen sogar im Lehrplan. Das stand im Hamburger Abendblatt, als der zweite Band erschien. > Zum Artikel – aber es ist ja noch nicht alles gesagt.

Kreißsaal im Meer

Cover: Goethe, Glück und Helgoland [9783944459479-Helgo-RGB-60.jpg,104 KB]

Jetzt gehört die Helgoland-Düne den Kegelrobben. Es ist Geburtszeit auf der Insel. Wahrscheinlich aus Rücksicht, damit im Sommer die Touristen mehr Platz haben. – Wer solchen Urlaub plant, kann sich mit diesem Buch einstimmen: Helgoland von einem »Insulaner«! Reimer Boy Eilers' Eltern kehrten zurück auf das zerbombte Helgoland, er verlebte dort seine Kindheit. Forscherdrang in den Katakomben. Mit dem Onkel zum Hai-Angeln. Vom Vater etwas über die Geschichte erfahren. Helgoland einmal nicht aus touristischer Sicht. Hier kam Hoffmann von Fallersleben das »Lied der Deutschen« in den Sinn, unsere Nationalhymne, die auf dem Hamburger Jungfernstieg aus der Taufe gesungen wurde. Dorthin hat der Autor sein »Inselgefühl« mitgenommen, nachempfunden und philosophisch mit Goethe und dem Glück verknüpft.

Wir schafften das!

CoverJa, der optimistische Merkel-Satz hat eine Vergangenheits-Realität! 12 Millionen Flüchtlinge musste Deutschland trotz zerbombter Städte und eigener Not 1945 aufnehmen. Sie kamen aus Schlesien, aus Ostpreussen oder aus dem Sudetenland und fanden Unterkunft in Waschküchen, Ställen und Scheunen. Familien ohne Väter. Junge Mütter ohne Hilfe. Liesel Hünichen (97) war von 1948 bis 1951 Sozialarbeiterin in Hildesheim. Die Notizen in ihrer »Schwarzen Kladde« sind die Grundlage ihrer Erinnerungen, die sie bereits in den 70er Jahren aufzeichnete. Es ist ein persönliches Geschichtsbuch über die spätere Nachkriegszeit, als die Deutschen »ins Leben zurückkehrten«. – Das Buch ist die Fortsetzung von »Meine Stunde Null«.

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E-Tipp zur Buchauswahl für Papier-Leser

Wer Bücher lieber in gedruckter Form liest, kann dennoch vom E-Book-Trend profitieren. Die nämlich bieten z.B. bei Amazon den "Blick ins Buch". So kann man schnell mal hineinlesen, ob einem Stil und Thema gefällt. (Zu bedenken ist dabei: Grafik und Umbruch variieren beim E-Book und sind nur bedingt ein Maßstab für die Optik des Papier-Buchs.)

Autoren-News

SUSANNE BIENWALD
liest aus ihrem Roman "Wittensee"

17.01.2014 - 20:00 Uhr - 22761 Hamburg: »Kühne Lage«, Schützenstr. 39 (Weitere Autoren der »writer's room jour fixe 1«: Andreas Greve, Heinrich Münster, Christine Stahr, Gabriele Thießen)
20.01.2017 - 19:00 Uhr - 24361 Wittensee: »De oole Kass«, Dorfstraße 35
24.01.2017 - 19:30 Uhr - 24790 Ostenfeld: »Alte Schule«, Dorfstr. 8

Eine andere Einsamkeit

WittenseeWittensee in Schleswig-Holstein ist der Rückzugsort für eine Studentin, der die Welt zu laut, zu bestimmend, zu schnell geworden ist. In der Stille der Natur lässt Xenia ihr bisheriges Leben an sich vorüberziehen – geprägt vom Stress, so zu "funktionieren", wie die Eltern, die Kita, die Schule und schließlich auch der Freund es wollen. – Susanne Bienwald erzählt den inneren Kampf der jungen Frau einfühlsam in wechselnden Perspektiven. – "Die Auswärtige Presse e.V." veröffentlichte eine tiefgreifende Rezension von Maren Schönfeld: Bitte anklicken!

Schön - schlank - tot

Mandy

Das droht den hübschen Catwalk-Mädchen, von denen Schleswig-Holsteins standfeste Frauensleute entsetzt sagen: »Mein, Gott, sind die dünn!« Diese Models leben gefährlich. Frauke Mohr, die sich sommertags auf einem Campingplatz bei Grömitz mit Fällen der imaginären »Kripo Neustadt« befasst, schickt den jungen Ermittler Tim Bronkau auf die Spur eines seltsamen Model-Todesfalls auf Mallorca – der dann doch in Norddeutschland seine Wurzeln hat und zum Ostsee-Krimi wird. – Tja, mehr weiß ich auch nicht, da müsst ihr schon selber lesen.

Das war der 1. Fall

Der Tote im Yachthafen [9783944459264.jpg,104 KB]Sommer an der Ostsee. Für Autorin Frauke Mohr ist das Grömitz-Zeit. Dort auf dem Campingplatz entstand »Der Tote im Yachthafen«, während ihre Jungs Sandburgen bauten. Um einen Prachtbau im Naturschutzbereich geht es im Krimi. Irgendwie hat das Geld das Sagen – und schließlich noch eine Prise Gift. Bei jungen Lesern punktet Tim Bronkaus erster Fall der imaginären Neustädter Krimi im E-Book-Download – aber fragt ruhig mal im Buchhandel.

Erinnerungen ...

Cover Dennoch haben wir gelacht [9783944459295 (2).jpg,908 KB]

... können sich auf wundersame Weise vermehren! »Dennoch haben wir gelacht...« 20 Zeitzeugen haben notiert, was sie in Dörfern und Städten, im Norden und Süden Deutschlands, im Ruhrpott, in Russland und Argentinien erlebten. Ihr »Damals« umfasst den Zeitraum 1933–1955. Lange schwiegen sie, weil es niemand wissen wollte. Die Zeit ist reif. Ein Buch, das Erinnerungen präsentiert – und die eigenen weckt.