Neugierig  30.08.2017

Endlich ist wieder Schule – welch eine Freude! Ohne Scheiß jetzt – das ist keine Satire. Die Kids haben gar nicht gemerkt, dass der Sommer weitgehend verregnet war. Oft ein Grund für sechs faule Wochen ohne Langeweile: Das Buch war so spannend. Was wäre, wenn sie das Lesen gar nicht gelernt hätte? Na klar, rote Augen vor der Glotze. Das ist aber nicht, was wir wirklich wollen. Dann lieber mal ätzende Lehrer ertragen. Irgendwie kommt ja doch was rüber. Und man hört mal, wo die andern waren und kann mit alten Freunden den Liebeskummer vergessen, den man sich beim Urlaubsabschied noch aufgesackt hatte. »OMG wieder BTS« morsen die Jungsters per WhatsApp – oh mein Gott, bin wieder back to school. Und voller Neugierde – und das ist gut so. Sogar die ABC-Schützen sitzen ungeduldig auf ihren vier Buchstaben, um zu erfahren, wie die andern alle heißen, die zu Sätzen und Büchern werden.

Günther Döscher

Menschen um Martin Luther
Geister der Reform

Der zeitkritische Hamburger Maler Werner Fritz Zganiacz schuf farbenprächtige Porträts von Menschen, die im Wirken Martin Luthers eine Rolle spielten. Der Zyklus war für eine Darstellung in der Wartburg gedacht. Erweitert durch weitere Porträts und mit verändertem Konzept wurde ein Buch daraus. Als zum 500. Reformations-Jubiläum eine zweite Auflage nachgefragt wurde, entstand die Idee, sie mit alten Stichen und Holzschnitten zu erweitern. Sie stammen aus einem Sonderdruck der Leipziger »Illustrirten Zeitung« zu Luthers 400. Geburtsjahr 1883. Eine interessante Gegenüberstellung – auch in den Texten. Der großformatige »Bildband« zur Hälfte des aktuellen Luther-Jahres mag wie eine Illustration zu den unterschiedlichsten Veröffentlichungen wirken. Es passt ein Luther-Wort: »Gut Ding will Weile haben.« – Hier ist ein BLICK INS BUCH. Auf Seite 16 dieser Leseprobe erhalten Sie eine ausführliche Inhaltsangabe.

Faszination oder Kulturschock?

No Prolem SirIndien! Da will ich unbedingt hin! – Indien? Alles, nur das nicht! – Für den Neugierigen ein Ort der Sehnsucht. Für verwöhnte Touristen ein Kulturschock. Wer sich das Abenteuer zutraut, ist froh es zu überstehen – und ist er zu Hause, will er wieder hin. Und die Inder selbst? Jene, die dort sind, dort bleiben müssen? »No Problem, Sir!« Das ist der Satz, den Sven j. Olsson immer wieder hörte. Drei unterschiedliche Aufenthalte tauchten ihn immer wieder in ungewohnte Situationen. Indien ist Chaos – aber gefüllt mit Menschen, die in diesem Tohuwabohu ihren Ordnungssinn versteckt haben. Manchmal amüsiert es. Manchmal treibt es den Blutdruck in die Höhe. Oder kann man gar davon lernen? Alltagsgeschichten aus einer anderen Welt – dazu formatfüllende Bilder, die nicht nach Pracht und Schönheit suchen, sondern Indien zeigen, so wie es ist. Hier ist eine Leseprobe – und hier ein YouTube-Trailer – und hier können sie das ganze Buch erwerben: SHOP

 

Grüße von Rübezahl

Cover: Begegnung im Riesengebirge

23-jährig begleitet Liesel Hünichen als Fürsorgerin mitten im Krieg Kinder und Mütter zur Erholung ins Erzgebirge. Das ist eine Urlaubs-Gelegenheit: Bergwanderung auf die Schneekoppe. Wie aus dem Nichts erscheint ein freundlicher Hüne mit blitzenden Augen unterm grünen Lodenhut. Er begleitet sie, unterhält sie mit klugem Allwissen – es wird schließlich ein romantischer Abend. Am nächsten Morgen ist er fort. Ein Gruß auf einem Zettel und das Versprechen »Ich bin bei Dir« machen die junge Frau nachdenklich. War die flüchtige Romanze vielleicht die mystische Begegnung mit der Sagengestalt Rübezahl? Ist der wilde Berggeist in Wirklichkeit ein sanfter Schutzherr, der ihr den Weg durch den plötzlichen Nebel weist?

Einer geht noch

TineWittler

Der Sommer wechselt langsam in die Bar-Saison. Tine Wittler – selbst in ihrer Bar »Parallelwelt« gern hinterm Tresen – mag diese Zeit besonders gern. Der Sonne hatte sie einst den Namen »Gelbe Sau« verpasst, weil sie die Kunden aus der Bar lockte (inzwischen stehen vor der Bar Sonnenschirme). Tine Wittler hat die Bar-Typen studiert, liebevoll bedichtet, mit Cocktail-Rezepten umrankt und in ein Buch gepackt. Marlies Schaper hat es schwungvoll illustriert. Tresenlyrik schlückchenweise ist die »Lokalrunde« treffen erklärt – die richtige Lektüre für Leute, die nach einem Schnäpschen zum Philosophieren neigen…

LESEPROBE

Mutmacher

Schutzengel-Cover»Es freut mich sehr, dass Sie sich auf diese Art für Bienen einsetzen. Jungen Menschen durch ein Buch das Bienen-Thema nahe zu bringen, finde ich eine sehr lobenswerte Idee. Für das Bienenbuch von der Küste wünsche ich Ihnen viele interessierte kleine und große Leser.« So lobt Frankfurts Umwelt-Dezernentin Rosemarie Heilig Autor Peter Jäger. Ihr netter Wunsch erfüllt sich Tag für Tag mehr – aber die Thematik reicht weit darüber hinaus. Das Buch ist ein Appell ohne erhobenen Zeigefinger: »Achtet das Leben! Schützt eure Umwelt!« Beschlossen auf der Vollversammlung der Engel, die von ihrem himmlischen Standort die Erde wohl etwas besser im Blick haben als wir. Aber: »Schutzengel geben niemals auf«. Und so dringen irdische Probleme auf lockere Weise in die Zone des Nachdenkens ein und machen besonders jungen Lesern Mut zum Engagement. Mit Schul- und Hoffest und Tierpark-Besuch ist für viel Action gesorgt – um schließlich von fleißigen Bienen belohnt zu werden: »Flüssiges Gold für die Retter der Bienen«. Christel Kruse hat das Buch mit Witz und Charme illustriert. – Mal hineinlesen? > LESEPROBE

Smutjes Bordbuch

Seeluft-Titel

Nicht jeder Skipper ist auch ein guter Koch. Ulli Krause aber fuhr als Koch zur See und kann dazu ein paar Tipps geben, die auch zur kleinen Kochecken passen. Da freut sich die Crew, wenn sie bei einer Flaute etwas zwischen die Kiemen kriegt. (Mit den Rezepten können auch Landratten mit Single-Küche etwas anfangen.) Und weil die Rezepte nicht gleich in Arbeit ausarten, bleibt Ulli noch Zeit, etwas aus seiner Fahrenszeit und von Freizeit-Törns unter Motor und Segel zu vertelln. Liest sich gut – und in der Anwendung schmeckt’s auch. – In norddeutscher Küstennähe gibt es das Buch auch in Famila-Märkten.

Schön - schlank - tot

Mandy

Das droht den hübschen Catwalk-Mädchen, von denen Schleswig-Holsteins standfeste Frauensleute entsetzt sagen: »Mein, Gott, sind die dünn!« Diese Models leben gefährlich. Frauke Mohr, die sich sommertags auf einem Campingplatz bei Grömitz mit Fällen der imaginären »Kripo Neustadt« befasst, schickt den jungen Ermittler Tim Bronkau auf die Spur eines seltsamen Model-Todesfalls auf Mallorca – der dann doch in Norddeutschland seine Wurzeln hat und zum Ostsee-Krimi wird. – Tja, mehr weiß ich auch nicht, da müsst ihr schon selber lesen.

Nachsaison

Auf den Inseln dauert der Sommer etwas länger! Helgoland in der Nachspielzeit. Die Touristen sind nicht mehr mit den Schulferien verbunden. Es geht etwas besinnlicher zu – und dieses Buch passt sehr gut dazu: Es ist aus der Perspektive eines »Insulaners« geschrieben. Reimer Boy Eilers’ Eltern waren auf das zerbombte Helgoland zurückgekehrt. Das war seine Kindheits-Welt. Forscherdrang in den Katakomben. Mit dem Onkel zum Hai-Angeln. Vom Vater etwas über die Geschichte erfahren… Auf der Insel kam August Hoffmann von Fallersleben das »Lied der Deutschen« in den Sinn, unsere Notionalhymne, die auf dem Hamburger Jungfernstieg aus der Taufe gesungen wurde. Dorthin hat der Autor sein »Inselgefühl« mitgenommen, literarisch nachempfunden und philosophisch mit Goethe und dem Glück verknüpft. Hier ist eine LESEPROBE

LESETERMINE

SUSANNE BIENWALD
liest aus ihrem Buch »Wittensee«
So 08.10.2017
- 15:00 Uhr:  Galerie Sarafand, Schultwiete 2, 24558 Henstedt-Ulzburg
Do 26.10.2017
- 10:00 Uhr:  Frauenfrühstück mit Lesung, Kulturhaus Eppendorf, Julius-Reincke-Stieg 13a, 20251 Hamburg

Eine andere Einsamkeit

WittenseeFrühling des Lebens für eine Studentin, die ihren Dozenten liebt. – Wittensee in Schleswig-Holstein ist der Rückzugsort für Xenia, der die Welt zu laut, zu bestimmend, zu schnell geworden ist. In der Stille der Natur lässt sie ihr bisheriges Leben an sich vorüberziehen – geprägt vom Stress, so zu "funktionieren", wie die Eltern, die Kita, die Schule und schließlich auch der Freund es wollen. – Susanne Bienwald erzählt den inneren Kampf der jungen Frau einfühlsam in wechselnden Perspektiven. – Eine tiefgreifende Rezension von Maren Schönfeld: Bitte anklicken!

Weißt du noch?

Cover Dennoch haben wir gelacht [9783944459295 (2).jpg,908 KB]

Erinnerungen können sich auf wundersame Weise vermehren! »Dennoch haben wir gelacht...« 20 Zeitzeugen haben notiert, was sie in Dörfern und Städten, im Norden und Süden Deutschlands, im Ruhrpott, in Russland und Argentinien erlebten. Ihr »Damals« umfasst den Zeitraum 1933–1955. Lange schwiegen sie, weil es niemand wissen wollte. Die Zeit ist reif. Ein Buch, das Erinnerungen präsentiert – und die eigenen weckt.

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